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Gedanken an der Schnittstelle von Therapie, Technologie und dem, was dazwischen liegt — von jemandem, der in beiden Welten lebt.

Der Umweg
Warum der gerade Weg in die Spezialisierung nicht immer der kürzeste ist — und was das mit Praxis-Websites zu tun hat
Letzte Woche fragte mich ein Bekannter, was ich beruflich mache. Ich holte Luft. Ernährungstherapeut. Ernährungspsychologe. Webentwickler. Unternehmer. Zwei Firmen. Und ab und zu schreibe ich. Er sah mich an, wie man jemanden ansieht, der seine Autobahnausfahrt verpasst hat — nicht einmal, sondern viermal.

Die Grenzen von Logik
Was die Arbeit mit essgestörten Klient*innen mich über Softwarearchitektur gelehrt hat
Sag einem Informatiker: Baue eine Ernährungs-App. Was bekommst du? Einen Kalorienzähler. Mit Makros, Diagrammen, vielleicht einem Barcode-Scanner. Alles logisch. Alles korrekt. Und für einen nicht unerheblichen Teil der Zielgruppe: potenziell schädlich.

Die Übersetzer
Warum die beste Praxis-Website mit Zuhören beginnt
Letzte Woche erklärte mir ein Klient in der Ernährungstherapie, sein Frühstück bestehe aus einem Kaffee und einem Croissant. Ich hörte: Blutzuckerspitze um 8:15, Energietief um 10:30, Heißhunger um 12. Dieselbe Information — zwei Sprachen.

Was die Ernährungswissenschaft mich über Vibe-Coding gelehrt hat
Über Wochenend-Zertifikate, KI-gestütztes Programmieren und die Frage, wo der eigentliche Wert einer Kompetenz liegt
Vor ein paar Jahren saß ich in einer Fortbildung einer ernährungswissenschaftlichen Fachgesellschaft. Es ging um Wochenend-Zertifikate. Die Stimmung war — freundlich ausgedrückt — aufgeheizt. Eine Kollegin, promoviert, mehr als zwanzig Jahre Berufserfahrung, sagte einen Satz, den ich bis heute nicht vergessen habe.