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Gedanken an der Schnittstelle von Therapie, Technologie und dem, was dazwischen liegt — von jemandem, der in beiden Welten lebt.

Das Gehirn ist kein Computer

Das Gehirn ist kein Computer

Warum die beliebteste Metapher unserer Zeit an einer entscheidenden Stelle bricht – und was das für den Umgang mit KI heißt

An manchen Tagen setze ich morgens am Rechner einen Server zurück – ein Befehl, alles wie neu. Nachmittags sitzt mir ein Mensch gegenüber, dessen alte Gewohnheit sich nicht zurücksetzen lässt, sondern über Wochen umgebaut hat. In dieser Differenz steckt eine Frage, die gerade viel zu schnell für beantwortet gilt.

Die Grammatik

Die Grammatik

Über Tagebücher, Smartwatches und die Frage, wer in den Sätzen unserer Werkzeuge das Subjekt ist – und wer das Objekt

Eine Klientin legt ihre Uhr auf den Tisch, das Display zu mir gedreht: Der Schlaf-Score liege seit drei Wochen unter fünfzig. Auf die Frage, wie sie denn geschlafen hat, schaut sie – auf die Uhr. In diesem kleinen Moment steckt eine Probe, die man jedem Werkzeug stellen kann, lange bevor von KI die Rede ist.

Macht KI mich abhängig?

Macht KI mich abhängig?

Warum „Abhängigkeit“ die falsche Sorge ist – und welche Frage wir stattdessen stellen sollten

Heute Morgen haben Sie Ihre Wohnungstür abgeschlossen und sich vollständig auf ein kleines Stück gezahntes Metall verlassen – ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. Bei künstlicher Intelligenz fühlt sich dieselbe Abhängigkeit plötzlich ganz anders an. Warum eigentlich?

Die Suche

Die Suche

Über SEO, therapeutische Diagnostik und die Frage, warum Ehrlichkeit die beste Sichtbarkeitsstrategie ist

Vor rund zehn Jahren saß ich einer Werbeagentur gegenüber. Sie legten mir Keyword-Listen und monatliche Reports vor, kassierten Monat für Monat — und ich verstand nie, was eigentlich gemacht wurde. Die Kurven gingen nach oben. Angerufen hat trotzdem niemand. Diese Erfahrung hat mich angetrieben, SEO selbst zu verstehen.

Das Dazwischen

Das Dazwischen

Warum die wertvollste Arbeitszeit die ist, in der wir nicht arbeiten

Fünf Sitzungen am Stück. Die letzte war intensiv — eine Klientin, die zum ersten Mal über ihr Essverhalten weinte. Jetzt sitzt die Therapeutin vor der Dokumentation und merkt: Sie schreibt seit zehn Minuten am selben Satz. Nicht weil der Satz schwierig ist. Sondern weil ihr Kopf noch im Behandlungszimmer sitzt.

Der Umweg

Der Umweg

Warum der gerade Weg in die Spezialisierung nicht immer der kürzeste ist — und was das mit Praxis-Websites zu tun hat

Letzte Woche fragte mich ein Bekannter, was ich beruflich mache. Ich holte Luft. Ernährungstherapeut. Ernährungspsychologe. Webentwickler. Unternehmer. Zwei Firmen. Und ab und zu schreibe ich. Er sah mich an, wie man jemanden ansieht, der seine Autobahnausfahrt verpasst hat — nicht einmal, sondern viermal.

Die Grenzen von Logik

Die Grenzen von Logik

Was die Arbeit mit essgestörten Klient*innen mich über Softwarearchitektur gelehrt hat

Sag einem Informatiker: Baue eine Ernährungs-App. Was bekommst du? Einen Kalorienzähler. Mit Makros, Diagrammen, vielleicht einem Barcode-Scanner. Alles logisch. Alles korrekt. Und für einen nicht unerheblichen Teil der Zielgruppe: potenziell schädlich.

Die Übersetzer

Die Übersetzer

Warum die beste Praxis-Website mit Zuhören beginnt

Letzte Woche erklärte mir ein Klient in der Ernährungstherapie, sein Frühstück bestehe aus einem Kaffee und einem Croissant. Ich hörte: Blutzuckerspitze um 8:15, Energietief um 10:30, Heißhunger um 12. Dieselbe Information — zwei Sprachen.

Was die Ernährungswissenschaft mich über Vibe-Coding gelehrt hat

Was die Ernährungswissenschaft mich über Vibe-Coding gelehrt hat

Über Wochenend-Zertifikate, KI-gestütztes Programmieren und die Frage, wo der eigentliche Wert einer Kompetenz liegt

Vor ein paar Jahren saß ich in einer Fortbildung einer ernährungswissenschaftlichen Fachgesellschaft. Es ging um Wochenend-Zertifikate. Die Stimmung war — freundlich ausgedrückt — aufgeheizt. Eine Kollegin, promoviert, mehr als zwanzig Jahre Berufserfahrung, sagte einen Satz, den ich bis heute nicht vergessen habe.